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Ruf doch mal an – e Schwätzle hilft

„Ruf doch mal an – e Schwätzle hilft“. Mit diesem Leitspruch will der Stadtseniorenrat Geislingen e.V. in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus älteren Menschen helfen, ihr Alleinsein wegen des Lockdowns ein bisschen zu überwinden.

Viele ältere Menschen leiden derzeit unter den harten Kontaktbeschränkungen, die wegen der Corona-Pandemie vom Bund, Land oder Kommunen angeordnet und befolgt werden müssen. Viele dieser Älteren haben keine Kinder, Enkel und Verwandte, mit denen sie sich wenigstens am Telefon unterhalten und Neuigkeiten austauschen können – sie sitzen alleine in ihrer Wohnung, ihnen fällt sprichwörtlich „die Decke auf den Kopf“.

Mit einer Strategie wollen jetzt der Stadtseniorenrat Geislingen (StSRG) und das Mehrgenerationenhaus (MGH) gegen dieses Problem während der Pandemie vorgehen: Vorstandsmitglieder des Stadtseniorenrates stellen sich ab dem 04. Februar 2021 zur Verfügung, um jeden Donnerstag zwischen 15 Uhr und 19 Uhr mit Interessierten „über Gott und die Welt zu schwätze“, denn, das ist erwiesen, telefonieren kann in dieser Zeit „Balsam für die Seele“ sein. Seniorinnen und Senioren, die ihren Frust über diese unselige Zeit loswerden oder auch über das, was sie so gerade bewegt, reden wollen, sind willkommene Gesprächspartner. Allerdings wird in diesen Gesprächen nicht zu Vorsorgeregelungen beraten und sie sind auch nicht als „Telefonseelsorge“ zu verstehen.

Wie können interessierte Menschen zu diesen Gesprächsmöglichkeiten kommen? Ganz einfach: Sie rufen unter der Woche zwischen 9 Uhr und 15 Uhr das Mehrgenerationenhaus Geislingen unter der Telefonnummer 07331 / 44 03 63 an, fragen dort nach einem Gespräch mit dem Stadtseniorenrat und erhalten dann zwei Telefonnummern von Seniorenratsmitgliedern, die sie dann am jeweils folgenden Donnerstag zwischen 15 und 19 Uhr anrufen können (also bitte Kuli und Papier beim Gespräch mit dem MGH bereit legen, um diese Nummern aufzuschreiben).

Jeweils zwei Gesprächspartner des StSRG stehen jeden Donnerstagnachmittag zur Verfügung. Ist eine Telefonnummer besetzt, können Interessierte es bei der zweiten Nummer versuchen. Ist das Echo auf diese Aktion von StSRG und MGH groß, besteht die Möglichkeit auf Ausweitung auf einen weiteren Nachmittag.

Also: Ruf doch mal an – e Schwätzle hilft

Bernward Kehle

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