Der Stadtseniorenrat Geislingen e.V. – Unterstützung, Service und Unterhaltung für Sie!

Informieren Sie sich über unsere vielfältige ehrenamtliche Arbeit. Unser ganzes Engagement dient dem Ziel, die Lebensqualität der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in Geislingen an der Steige und Umgebung zu erhalten und zu verbessern. Wenden Sie sich gerne an uns, wenn Sie Unterstützung im Alltag, mal einen Rat, Hilfe bei Behördengängen oder auch, wenn Sie auf der Suche nach Gesellschaft und Unterhaltung sind. Wir bemühen uns, das Angebot für Sie ständig zu erweitern. 

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Aktuelles

Vorstandssitzung

Sitzung des Vorstands

Die nächste öffentliche Sitzung des Vorstandes findet am 6. Februar 2023 statt. 

Sie beginnt um 14.00 Uhr im Mehrgenerationenhaus (Clubraum 2), Schillerstr. 4.

Es ist folgende Tagesordnung vorgesehen:

  • Begrüßung und Eröffnung der Vorstandssitzung
  • Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 9. Januar 2023
  • Hobbybörse – Wie geht es weiter?
  • Verschiedenes

Interessierte Mitglieder und Gäste sind freundlich eingeladen. Gerne können sich alle mit Fragen an der Diskussion beteiligen.

Kartenverkauf für die Hochschule 50+

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Die Hochschule 50+ wird in diesem Jahr vom 27. Februar bis 2. März durchgeführt. Das Thema der diesjährigen Hochschule 50+ lautet „Biodiversität“. Dieses Thema ist heute hochaktuell und wird in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen.
An den ersten beiden Tagen gibt es Vorlesungen im Gebäude der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen – Geislingen, Parkstr. 4, am 3. bzw. 4. Tag wird eine Exkursion durchgeführt. Besucht wird der WALA – Heilpflanzengarten in Bad Boll und die Wilhelma in Stuttgart. An beiden Orten finden für die Teilnehmer Führungen statt. Allerdings ist zu beachten, dass die Führung im WALA – Heilpflanzengarten über unbefestigte Wege führt und deshalb für Rollstuhlfahrer nicht und für gehbehinderte Personen nur eingeschränkt geeignet ist.

Die Details zur diesjährigen Veranstaltung finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik „Projekte – Hochschule 50+“. Unter der Rubrik „Downloads“ kann der Flyer zur diesjährigen Hochschule 50+ gelesen und bei Bedarf heruntergeladen werden.

Achtung wichtiger Hinweis:
Der Kartenverkauf für die beliebte Hochschule 50+ findet am Montag, dem 13. Februar 2023, ab 9.30 Uhr statt. Verkaufsstellen sind das Mehrgenerationenhaus, Schillerstr. 4, in der oberen Stadt sowie die Kreissparkasse am Sternplatz.



Vorsorge ist wichtig

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Vorsorge ist wichtig!

In Deutschland erleiden jedes Jahr ca. 200.000 Menschen zum ersten Mal einen Schlaganfall, bei weiteren 70.000 Menschen tritt zum wiederholten Maße ein Schlaganfall auf. Schlaganfälle sind die Hauptursache für Behinderungen im Erwachsenenalter. Viele Menschen sind nach einem Schlaganfall nicht mehr in der Lage, ihren Alltag ohne fremde Hilfe bewältigen zu können. Zwar kann durch eine entsprechende Lebensweise dem Risiko eines Schlaganfalls präventiv begegnet werden. Doch wirklich sicher, dass er nicht eines Tages auf fremde Hilfe angewiesen ist, kann niemand sein. Auch bei einem unverschuldeten Unfall kann die Folge sein, dass man alltägliche Entscheidungen nicht mehr selbst treffen kann.

Wenn man nicht mehr selbst entscheiden kann, muss dies ein anderer für einen tun. Sie sagen jetzt vielleicht, kein Problem, dann entscheidet eben mein Ehepartner für mich oder meine Kinder machen dies. Aber das ist nicht so ohne weiteres möglich. Weder der Ehepartner noch die Kinder können dies machen, wenn keine entsprechende Regelung getroffen wurde.

In einem solchen Fall kommt es darauf an, ob Sie eine Vorsorgevollmacht oder eine Betreuungsverfügung ausgestellt haben. Wenn dies nicht der Fall ist, wird das Gericht für Sie einen Betreuer oder eine Betreuerin bestellen. Das heißt, eine für Sie bis dahin fremde Person entscheidet über Ihre Angelegenheiten. Sie haben aber die Möglichkeit, selbst für diesen Fall vorzusorgen, indem Sie entweder jemand, dem Sie vertrauen, mit einer Vorsorgevollmacht ausstatten oder indem Sie eine Betreuungsverfügung erstellen. Jede dieser beiden Möglichkeiten hat ihre Vor- und Nachteile.

Mit einer Vorsorgevollmacht können sehr weitreichende Befugnisse übertragen werden, diese können aber auch eingeschränkt werden. Wichtig ist auf jeden Fall, eine Vollmacht nur einer Person zu erteilen, der man hundertprozentig vertraut. Mit einer Betreuungsverfügung können Sie konkret Menschen benennen, die im Bedarfsfall Verantwortung für Sie übernehmen und Entscheidungen für Sie treffen.

Sie merken schon, dass die Entscheidung, auf welche Art und Weise man Vorsorge treffen möchte, nicht ganz einfach ist. Hinzu kommt, dass sich auch die Rechtslage in diesem Bereich immer wieder ändert. So gibt es beispielsweise ab dem 1. Januar 2023 ein sogenanntes „Notvertretungsrecht“ für den Ehegatten bzw. Lebenspartner. Dieses tritt automatisch ein, wenn „ein Ehegatte aufgrund von Bewusstlosigkeit oder Krankheit seine Angelegenheiten der Gesundheitsvorsorge rechtlich nicht besorgen kann“. Ist dann aber überhaupt noch eine Vorsorgevollmacht oder eine Betreuungsverfügung erforderlich? Ja, sagen die Fachleute, denn das „Notvertretungsrecht“ gilt nur für Gesundheitsangelegenheiten und nur für die begrenzte Zeit von 6 Monaten. Weil dieses automatisch eintretende „Notvertretungsrecht“ nur für Gesundheitsangelegenheiten gilt, nicht aber beispielsweise für Behördengänge, Versicherungsangelegenheiten oder Bankgeschäfte, ist weiterhin eine Vorsorgevollmacht oder eine Betreuungsverfügung wichtig. Ein ebenfalls sehr wichtiges Dokument zur Vorsorge ist eine Patientenverfügung.

Der Stadtseniorenrat bietet zu dieser Problematik einen Vortrag an. In diesem referiert Wolfgang Kehrer, Bürgermeister a.D., zu dem Thema „Vorsorge“ und beantwortet gerne auch Fragen. Er kennt sich nicht nur mit den geltenden Vorschriften aus sondern kann auch aus der Praxis berichten, weil er selbst als Betreuer tätig ist.

Dieser Vortrag findet am 13. Februar 2023 um 16.00 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Schillerstr. 4, im Café Sonnenschein, statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Nutzen Sie dieses Angebot und informieren Sie sich, wie Sie am besten Vorsorge für einen hoffentlich nie eintretenden Notfall treffen können.

Ministerin Razavi zu Besuch beim Stadtseniorenrat

Wie wollen wir in Zukunft leben?

Wie gestalten wir Wohnraum in der Zukunft, wie wollen wir in Zukunft leben? Diese Frage stellte Nicole Razavi, Landtagsabgeordnete und Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, an den Beginn ihrer Ausführungen bei ihrem Besuch beim Stadtseniorenrat Geislingen. Bezahlbarer Wohnraum sei das Thema der heutigen Zeit. Aber Wohnraum müsse nicht nur bezahlbar sondern auch würdevoll sein.

Bei der Erstellung von neuem Wohnraum hätten die Bauherren derzeit mit großen Problemen zu kämpfen. „Die Preise schießen durch die Decke“, sagte die Ministerin, für viele seien ihre geplanten Bauvorhaben nicht mehr finanzierbar. Sie finde es klasse, dass die GSW in Geislingen trotz aller Widrigkeiten viel neuen Wohnraum schaffe. Die Kommunen hätten für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum eine große Verantwortung.

Anschließend kam die Ministerin auf die Energieversorgung und die Angst der Menschen zu sprechen, ob sie sich eine warme Wohnung im Winter noch würden leisten können. Sie sagte, dass sie die Gaspreisbremse der Bundesregierung begrüße und froh sei, dass diese endlich im Gespräch sei.

Für den Bezug einer preisgünstigen, mit öffentlichen Mitteln geförderten Wohnung benötige man einen Wohnberechtigungsschein. Sie forderte die Mitglieder des Stadtseniorenrats auf, einmal zu raten, bis zu welchem Jahreseinkommen eine vierköpfige Familie, also eine Familie mit zwei Kindern, einen Wohnberechtigungsschein erhalte. 30.000 €, 33.000 € und 50.000 € lauteten die Schätzungen. Überrascht waren die Mitglieder des Stadtseniorenrats dann jedoch, als die Ministerin verkündete, für eine vierköpfige Familie liege die Grenze bei einem Jahreseinkommen von 70.000 €. Das hätten die wenigsten erwartet.

Zum Schluss ihrer Ausführungen zum Wohnen hob die Ministerin hervor, dass Wohneigentum zugleich auch die beste Altersvorsorge sei.

Kreative Ideen sind gefragt

Damit leitete sie zum zweiten Punkt ihrer Ausführungen über. Bei der Barrierefreiheit seien in der Vergangenheit viele Fehler gemacht worden. Barrierefreiheit würde nicht nur von einigen Menschen sondern von vielen benötigt. Und Barrierefreiheit müsse auch nicht viel kosten, wenn sie von Anfang an eingeplant werde. In der Vergangenheit hätten Planer in Fußgängerzonen oft Stufen und Kanten vorgesehen. Diese müssten weg. Davon würden nicht nur Rollstuhlfahrer profitieren, sondern auch Leute mit Kinderwagen sowie gehbehinderte und ältere Menschen. Es gebe auch entsprechende Förderprogramme. So habe Geislingen beispielsweise die Barrierefreiheit des neuen Rathauses mit Hilfe des Fußgängerstegs über die Rohrach hinbekommen.

Weiter sprach die Ministerin die Innenstadtgestaltung an, bei der in der Vergangenheit ebenfalls viel falsch gemacht worden sei. So seien beispielsweise Altenzentren oft am Stadtrand errichtet worden. Sie gehörten jedoch mitten in die Stadt. Den älteren Menschen müsse eine Möglichkeit eingeräumt werden, am Leben teilhaben zu können. Auch Einkaufzentren befänden sich oft in Randlagen oder auf der grünen Wiese. Die Innenstädte seien manches Mal zu Betonvierteln geworden. In diesen sei keine Aufenthaltsqualität mehr gegeben. Sie seien damit zum Sterben verurteilt. Zum Glück finde hier ein Umdenken statt.

Viele Menschen hätten Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. Dies zeige, dass es vielen leerstehenden Wohnraum gegeben habe. Man müsse auch kreative Ideen bei der Schaffung von neuem Wohnraum verfolgen. Ein sehr teurer Kostenfaktor seien heute die Grundstückspreise in den Innenstädten. Ein solch kreatives Projekt werde derzeit in Karlsruhe realisiert. Dabei würden auf bestehenden Garagenzeilen Holzhäuser zum Wohnen errichtet. Dies ergebe kostengünstigen Wohnraum, da die sehr hohen Grundstückskosten vermieden würden.

Viele Einfamilienhäuser würden heute nur noch von einer alleinstehenden Frau bewohnt. Hier habe die Gemeinde Bodnegg am Bodensee ein sehr interessantes Projekt gestartet. Die Gemeinde biete den Eigentümern an, das Einfamilienhaus in zwei Wohnungen umzubauen. Das habe den Vorteil, dass der Eigentümer weiter in seinem Haus wohnen bleiben könne und zusätzlicher freier Wohnraum entstehe. So gebe es viele gute Ideen.

Probleme in Geislingen und darüber hinaus 

In der anschließenden Diskussion wurden viele verschiedene Themen angesprochen. Teils ging es um spezielle Geislinger Probleme, wie den Pflasterbelag in der Geislinger Fußgängerzone, der ein Befahren mit einem Rollator nahezu unmöglich macht, teils aber auch um landesweite Probleme.

Kai Steffen Meier, Mitglied der CDU-Fraktion im Geislinger Gemeinderat, stellte für das Problem des unebenen Pflasterbelags in der Fußgängerzone eine teilweise Lösung in Aussicht. Er erläuterte, dass in der Fußgängerzone Leitungen für eine bessere Internetverbindung verlegt würden. Dabei müsse ohnehin aufgegraben werden. Er könne sich vorstellen, dass man anschließend einen ca. 2 m breiten durchgehenden Streifen mit einem gut befahrbaren Belag herrichte. Diese Überlegungen wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Gesprächsrunde sehr begrüßt.

Weitere spezielle Geislinger Themen waren die Barrierefreiheit des Geislinger Bahnhofs und die Bahnsteighöhe. Hier sah die Ministerin Geislingen gut aufgestellt. Sie geht davon aus, dass diese Höhe, wie sie in Geislingen gegeben ist,  bei den Zügen, die in Zukunft im Filstal verkehren werden, die richtige ist.

Auch die Nachnutzung der Helfenstein-Klinik wurde angesprochen. Die Ministerin bedauerte, dass diese immer noch nicht geklärt ist. Sie äußerte Verständnis für Ängste und Sorgen im Hinblick auf die medizinische Versorgung der Menschen in Geislingen und im oberen Filstal.

Die zukünftige Erreichbarkeit der Klinik am Eichert mit öffentlichen Verkehrsmitteln war ein weiterer Punkt, der dem Stadtseniorenrat am Herzen lag. Eine Teilnehmerin wies darauf hin, dass sie zunächst einen langen Weg zum Geislinger Bahnhof zurücklegen müsse, dann mit dem Zug nach Göppingen fahren müsse und anschließend mit dem Bus zur Klinik am Eichert. Der Stadtseniorenrat vertritt mit Entschiedenheit die Auffassung, dass eine solche „Reise“ älteren Menschen beim Besuch ihrer Angehörigen im Krankenhaus nicht zumutbar ist. Der Besuch von Familienangehörigen in der Klinik am Eichert wird ihnen so unmöglich gemacht. Dabei weiß man doch, dass der Kontakt zu Familienangehörigen zur Heilung wichtig ist. In diesem Zusammenhang wurde auch Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass für den Klinikneubau nicht ein Standort in der Mitte des Landkreises gewählt wurde. Schon früh habe es viele Stimmen gegeben, die das damals vom Landkreis propagierte Konzept „Eine Klinik, zwei Standorte“ für nicht zukunftsfähig gehalten hätten.

Eine Vereinfachung der sehr umfangreichen Vorschriften bei der Erstellung von neuem Wohnraum aber auch bei der Schaffung von neuem Wohnraum durch Umbau oder Aufstockung, Umwidmung oder Renovierung nahm in der Diskussion einen breiten Raum ein. Die Ministerin zeigte für die Forderung nach Vereinfachung und Bürokratieabbau viel Verständnis.