Der Stadtseniorenrat Geislingen e.V. – Unterstützung, Service und Unterhaltung für Sie!

Informieren Sie sich über unsere vielfältige ehrenamtliche Arbeit. Unser ganzes Engagement dient dem Ziel, die Lebensqualität der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in Geislingen an der Steige und Umgebung zu erhalten und zu verbessern. Wenden Sie sich gerne an uns, wenn Sie Unterstützung im Alltag, mal einen Rat, Hilfe bei Behördengängen oder auch, wenn Sie auf der Suche nach Gesellschaft und Unterhaltung sind. Wir bemühen uns, das Angebot für Sie ständig zu erweitern. 

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Aktuelles

Vorstandssitzung

Sitzung des Vorstands

Die nächste öffentliche Sitzung des Vorstandes findet am 12. Dezember 2022 statt. 

Sie beginnt um 14.00 Uhr im Mehrgenerationenhaus (Clubraum 2), Schillerstr. 4.

Es ist folgende Tagesordnung vorgesehen:

  • Begrüßung und Eröffnung der Vorstandssitzung
  • Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 7. November 2022
  • Kurzer Bericht über die Kulturausfahrt am 3. Dezember 2022
  • Kurzer Bericht über den Stand bei der Vorbereitung der „Melodie am Nachmittag“ am 22. April 2023; u.a. welche Künstler auftreten und neue gestaltete Plakate
  • Termine der Vorstandssitzungen im Jahr 2023
  • Termin für die Mitgliederversammlung im Jahr 2023
  • Hochschule 50+ – Bericht über den aktuellen Stand der Planung
  • Verschiedenes

Interessierte Mitglieder und Gäste sind freundlich eingeladen. Gerne können sich alle mit Fragen an der Diskussion beteiligen.

Ministerin Razavi zu Besuch beim Stadtseniorenrat

Wie wollen wir in Zukunft leben?

Wie gestalten wir Wohnraum in der Zukunft, wie wollen wir in Zukunft leben? Diese Frage stellte Nicole Razavi, Landtagsabgeordnete und Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, an den Beginn ihrer Ausführungen bei ihrem Besuch beim Stadtseniorenrat Geislingen. Bezahlbarer Wohnraum sei das Thema der heutigen Zeit. Aber Wohnraum müsse nicht nur bezahlbar sondern auch würdevoll sein.

Bei der Erstellung von neuem Wohnraum hätten die Bauherren derzeit mit großen Problemen zu kämpfen. „Die Preise schießen durch die Decke“, sagte die Ministerin, für viele seien ihre geplanten Bauvorhaben nicht mehr finanzierbar. Sie finde es klasse, dass die GSW in Geislingen trotz aller Widrigkeiten viel neuen Wohnraum schaffe. Die Kommunen hätten für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum eine große Verantwortung.

Anschließend kam die Ministerin auf die Energieversorgung und die Angst der Menschen zu sprechen, ob sie sich eine warme Wohnung im Winter noch würden leisten können. Sie sagte, dass sie die Gaspreisbremse der Bundesregierung begrüße und froh sei, dass diese endlich im Gespräch sei.

Für den Bezug einer preisgünstigen, mit öffentlichen Mitteln geförderten Wohnung benötige man einen Wohnberechtigungsschein. Sie forderte die Mitglieder des Stadtseniorenrats auf, einmal zu raten, bis zu welchem Jahreseinkommen eine vierköpfige Familie, also eine Familie mit zwei Kindern, einen Wohnberechtigungsschein erhalte. 30.000 €, 33.000 € und 50.000 € lauteten die Schätzungen. Überrascht waren die Mitglieder des Stadtseniorenrats dann jedoch, als die Ministerin verkündete, für eine vierköpfige Familie liege die Grenze bei einem Jahreseinkommen von 70.000 €. Das hätten die wenigsten erwartet.

Zum Schluss ihrer Ausführungen zum Wohnen hob die Ministerin hervor, dass Wohneigentum zugleich auch die beste Altersvorsorge sei.

Kreative Ideen sind gefragt

Damit leitete sie zum zweiten Punkt ihrer Ausführungen über. Bei der Barrierefreiheit seien in der Vergangenheit viele Fehler gemacht worden. Barrierefreiheit würde nicht nur von einigen Menschen sondern von vielen benötigt. Und Barrierefreiheit müsse auch nicht viel kosten, wenn sie von Anfang an eingeplant werde. In der Vergangenheit hätten Planer in Fußgängerzonen oft Stufen und Kanten vorgesehen. Diese müssten weg. Davon würden nicht nur Rollstuhlfahrer profitieren, sondern auch Leute mit Kinderwagen sowie gehbehinderte und ältere Menschen. Es gebe auch entsprechende Förderprogramme. So habe Geislingen beispielsweise die Barrierefreiheit des neuen Rathauses mit Hilfe des Fußgängerstegs über die Rohrach hinbekommen.

Weiter sprach die Ministerin die Innenstadtgestaltung an, bei der in der Vergangenheit ebenfalls viel falsch gemacht worden sei. So seien beispielsweise Altenzentren oft am Stadtrand errichtet worden. Sie gehörten jedoch mitten in die Stadt. Den älteren Menschen müsse eine Möglichkeit eingeräumt werden, am Leben teilhaben zu können. Auch Einkaufzentren befänden sich oft in Randlagen oder auf der grünen Wiese. Die Innenstädte seien manches Mal zu Betonvierteln geworden. In diesen sei keine Aufenthaltsqualität mehr gegeben. Sie seien damit zum Sterben verurteilt. Zum Glück finde hier ein Umdenken statt.

Viele Menschen hätten Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. Dies zeige, dass es vielen leerstehenden Wohnraum gegeben habe. Man müsse auch kreative Ideen bei der Schaffung von neuem Wohnraum verfolgen. Ein sehr teurer Kostenfaktor seien heute die Grundstückspreise in den Innenstädten. Ein solch kreatives Projekt werde derzeit in Karlsruhe realisiert. Dabei würden auf bestehenden Garagenzeilen Holzhäuser zum Wohnen errichtet. Dies ergebe kostengünstigen Wohnraum, da die sehr hohen Grundstückskosten vermieden würden.

Viele Einfamilienhäuser würden heute nur noch von einer alleinstehenden Frau bewohnt. Hier habe die Gemeinde Bodnegg am Bodensee ein sehr interessantes Projekt gestartet. Die Gemeinde biete den Eigentümern an, das Einfamilienhaus in zwei Wohnungen umzubauen. Das habe den Vorteil, dass der Eigentümer weiter in seinem Haus wohnen bleiben könne und zusätzlicher freier Wohnraum entstehe. So gebe es viele gute Ideen.

Probleme in Geislingen und darüber hinaus 

In der anschließenden Diskussion wurden viele verschiedene Themen angesprochen. Teils ging es um spezielle Geislinger Probleme, wie den Pflasterbelag in der Geislinger Fußgängerzone, der ein Befahren mit einem Rollator nahezu unmöglich macht, teils aber auch um landesweite Probleme.

Kai Steffen Meier, Mitglied der CDU-Fraktion im Geislinger Gemeinderat, stellte für das Problem des unebenen Pflasterbelags in der Fußgängerzone eine teilweise Lösung in Aussicht. Er erläuterte, dass in der Fußgängerzone Leitungen für eine bessere Internetverbindung verlegt würden. Dabei müsse ohnehin aufgegraben werden. Er könne sich vorstellen, dass man anschließend einen ca. 2 m breiten durchgehenden Streifen mit einem gut befahrbaren Belag herrichte. Diese Überlegungen wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Gesprächsrunde sehr begrüßt.

Weitere spezielle Geislinger Themen waren die Barrierefreiheit des Geislinger Bahnhofs und die Bahnsteighöhe. Hier sah die Ministerin Geislingen gut aufgestellt. Sie geht davon aus, dass diese Höhe, wie sie in Geislingen gegeben ist,  bei den Zügen, die in Zukunft im Filstal verkehren werden, die richtige ist.

Auch die Nachnutzung der Helfenstein-Klinik wurde angesprochen. Die Ministerin bedauerte, dass diese immer noch nicht geklärt ist. Sie äußerte Verständnis für Ängste und Sorgen im Hinblick auf die medizinische Versorgung der Menschen in Geislingen und im oberen Filstal.

Die zukünftige Erreichbarkeit der Klinik am Eichert mit öffentlichen Verkehrsmitteln war ein weiterer Punkt, der dem Stadtseniorenrat am Herzen lag. Eine Teilnehmerin wies darauf hin, dass sie zunächst einen langen Weg zum Geislinger Bahnhof zurücklegen müsse, dann mit dem Zug nach Göppingen fahren müsse und anschließend mit dem Bus zur Klinik am Eichert. Der Stadtseniorenrat vertritt mit Entschiedenheit die Auffassung, dass eine solche „Reise“ älteren Menschen beim Besuch ihrer Angehörigen im Krankenhaus nicht zumutbar ist. Der Besuch von Familienangehörigen in der Klinik am Eichert wird ihnen so unmöglich gemacht. Dabei weiß man doch, dass der Kontakt zu Familienangehörigen zur Heilung wichtig ist. In diesem Zusammenhang wurde auch Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass für den Klinikneubau nicht ein Standort in der Mitte des Landkreises gewählt wurde. Schon früh habe es viele Stimmen gegeben, die das damals vom Landkreis propagierte Konzept „Eine Klinik, zwei Standorte“ für nicht zukunftsfähig gehalten hätten.

Eine Vereinfachung der sehr umfangreichen Vorschriften bei der Erstellung von neuem Wohnraum aber auch bei der Schaffung von neuem Wohnraum durch Umbau oder Aufstockung, Umwidmung oder Renovierung nahm in der Diskussion einen breiten Raum ein. Die Ministerin zeigte für die Forderung nach Vereinfachung und Bürokratieabbau viel Verständnis.

Vorsorge

Vorsorge während der Corona-Pandemie

Die Zahl bei den Neuinfektionen ist immer noch hoch. Es wird erwartet, dass diese im Herbst wieder stark ansteigen. Auch wenn die Krankheitsverläufe bei der hochansteckenden Omikron-Variante meist etwas milder sind als bei Delta, so ist bei einer Ansteckung oft ein Klinikaufenthalt geboten, manche Erkrankten ringen auf den Intensivstationen mit ihrem Leben.

Beim Geislinger Stadtseniorenrat ist man deshalb überzeugt: Vorsorge, gerade jetzt zu Pandemiezeiten, ist wichtiger denn je. Eine Covid 19-Erkrankung mit vielleicht notwendig werdender Beatmung auf der Intensivstation bewirkt, dass man selbst nicht mehr in der Lage ist, eigenständig handeln zu können. Und doch ist in Krankheitszeiten vieles zu regeln, was nun andere für einen tun müssen. Dies ist rechtlich möglich mit einer Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung, mit denen ich als Betroffener verfüge, dass eine Person, zu der ich volles Vertrauen habe, all die Dinge regelt, die ich im Krankheitsfall nicht mehr tun kann.

In der gelben Mappe „Vorsorge“ des Stadtseniorenrates werden die drei Möglichkeiten des Erstellens einer Vorsorgevollmacht erläutert. Es wird beschrieben, was eine Betreuungsverfügung ist und wie mit dieser verfahren wird und dank perforierter Seiten kann die „Patientenverfügung“, die den rechtlichen Ansprüchen genügt, herausgetrennt und ausgefüllt werden. Infos gibt es auch zum Eintrag der Vorsorgemaßnahmen in das Zentralregister der Bundesnotarkammer, zur digitalen Vorsorge und zur Organspende. Heraustrennbare Formulare aus dieser Broschüre helfen, Vorsorgemaßnahmen richtig zu erstellen.

Die weitere Broschüre des Stadtseniorenrates „Meine persönlichen Aufzeichnungen“ sollte unbedingt zusammen mit der Broschüre „Vorsorge“ erworben werden. In ihr können die Betroffenen all das eintragen, was die Bevollmächtigten oder Betreuer wissen sollten, von persönlichen Wünschen bis zur Regelung eines Trauerfalles.

Da viele Seniorinnen oder Senioren befürchten, dass sie bei einer Corona-Erkrankung eine eventuell notwendige Beatmung nicht erhalten, weil diese ja in ihrer Patientenverfügung ausgeschlossen wird, hat der Stadtseniorenrat ein Ergänzungsblatt zur Patientenverfügung entworfen, das der Broschüre „Vorsorge“ beigefügt ist. Dieses Blatt wurde vom neuen Vorsitzenden des Stadtseniorenrates, Dr. Theodor Dinkelacker, zusammen mit Ärztekollegen geprüft und für gut befunden. Auf diesem Blatt kann eingetragen werden, dass zum Punkt „Künstliche Beatmung“ in der Patientenverfügung eine Änderung erfolgen soll, wenn es sich um eine Erkrankung an Covid 19 handelt.

Das Ergänzungsblatt steht u.a. unter der Rubrik „Downloads – Aktuell“ zur Verfügung. Es kann dort heruntergeladen und selbst ausgedruckt werden. Zudem ist es im Mehrgenerationenhaus Geislingen kostenlos zu erhalten.

Die Broschüre „Vorsorge“ ist zum Selbstkostenpreis von 5,00 Euro und die Broschüre „Meine persönlichen Aufzeichnungen“ für 4,00 Euro erhältlich: Wölk-Apotheke, Stern-Apotheke, Apotheke im Nel Mezzo, Obere Apotheke, Helfenstein-Apotheke (alle Geislingen), Bad-Apotheke Bad Überkingen, Cosmas-Apotheke Kuchen, Lonetal-Apotheke Amstetten, Rathaus-Apotheke Böhmenkirch, Büro der Segofils in Bad Ditzenbach und Mehrgenerationenhaus Geislingen.