Gemeinsam unterwegs - Kultur erleben
Gemeinsam unterwegs sein, Kultur erleben und einen schönen Tag oder Abend in geselliger Runde verbringen – dafür stehen die Kulturfahrten des Stadtseniorenrats Geislingen. Sie können Kultur entspannt genießen und dabei nette Menschen treffen. Ob Theater, Komödie, oder Freilichtbühne – organisieren wir gemeinsame An- und Rückreise mit dem Reisebus. Informationen zu Terminen, Kosten und Anmeldung finden Sie rechtzeitig auf unserer Website.
❤️ Wir freuen uns auf schöne gemeinsame Erlebnisse ❤️
Hoch hinaus mit dem Stadtseniorenrat am 20. Oktober 2026
Zum Stuttgarter Flughafen und auf den Fernsehturm
Diesmal hat alles reibungslos geklappt. Die Exkursion einer zweiten Teilnehmer-Gruppe der Hochschule 50 plus zur Besichtigung des Stuttgarter Flughafen verlief perfekt und wie geplant. Im Februar musste dieser vom Geislinger Stadtseniorenrat organisierte Ausflug jäh abgebrochen werden, ein Sicherheitsalarm im Flughafenareal erforderte die Räumung des Airports. Stadtseniorenrat und Flughafenverwaltung hatten die Wiederholung des Besuchs für Herbst versprochen und nun ihr Versprechen eingelöst.
Insgesamt 44 Besucher wurden von Uli Sihler per Bus nach Echterdingen chauffiert und unter Leitung von Andreas Drexler, Vorstandsmitglied im Stadtseniorenrat, und zwei Guides vom Flughafen hinter die Kulissen dieses gigantischen Betriebs geführt. Per Passagier-Bus führte eine Rundfahrt im Vorfeldbereich des Manfred-Rommel-Airports von der Gepäckabfertigung bis zur Flughafen-Feuerwehr in der Wache Ost. Zwischendurch ging es vorbei an den Airlinern, die für den Start vorbereitet wurden oder gerade gelandet waren. Dabei wurde ein Zuwinken von den Piloten und Passagieren sehr zur Freude der Besucher freundlich beantwortet. Bereits für den ersten Schneefall gerüstet, steht ein gutes Dutzend Schneepflüge startklar abseits der Landebahn. Mächtige Kerosin-Tanks sorgen dafür, dass die angekommenen Maschinen für ihren nächsten Start mit ausreichend Kraftstoff versorgt werden können. Tankzüge, Gepäckwägelchen und fahrbare Treppen bewegen sich zwischen den einzelne Maschinen, die aus ihren Abstellposition mit Zugmaschinen und per Schleppstange in eine angemessene Startposition geschoben werden, „da die Flugzeuge ja keinen Rückwärtsgang haben“, wie die Gästeführerin erläuterte.
Beeindruckend sind natürlich auch die beiden riesigen Feuerwachen, „denn ohne Feuerwehr läuft auf dem Airport gar nichts“, erklärte der Fachmann vom Flugplatz. Rund um die Uhr besetzt und mit Gerätschaften ausgerüstet, von denen die Feuerwehren in Stadt und Land nur träumen können, sind sie für jeden Einsatz gewappnet. Trotzdem würden in einem Groß-Katastrophenfall auch die Umlandfeuerwehren mit zum Einsatz kommen, wie auch die Flughafen-Feuerwehr bisweilen Fremdhilfe leistet. So hat der Autokran der Flughafenfeuerwehr einmal in der Stuttgarter Wilhelma einen Elefanten aus einem Graben gehoben, in der er hineingefallen war, wurde berichtet.
Nach diesen Eindrücken auf dem Vorfeld und der Rückkehr über die Passagierankunft ins Hauptgebäude ging‘s per Bus weiter zum Mittagessen nach Bernhausen.
Der wortwörtliche „Höhepunkt“ der Exkursion war dann ein Besuch des Stuttgarter Fernsehturms, der in diesem Jahr 70 Jahre alt geworden ist. Der erste Turm dieser Art in Betonbauweise. Trotz nicht ganz sonnigen Wetters erlaubte der Rundumblick von der Aussichtsplattform in 150 Meter Höhe einen Eindruck davon, warum Stuttgart als die Stadt zwischen Wald und Reben bezeichnet wird. Selbst der in Richtung Alb schweifende Blick erlaubte noch die Entdeckung des einen oder anderen markanten Landschaftspunktes. Und ein Fußballspiel der U19-Mannschaften von VfB und Atlético Madrid im unterm Turm liegenden Gazi-Stadion war für sportbegeisterte Turmbesucher noch ein besonderes Spektakel. Nach Kaffee und Kuchen im Restaurant Leonhardts am Fuße des Fernsehturms wurde die Heimreise angetreten.
Michael Rahnefeld (ra)